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Psychologische Beratung und Diagnostik der frühen Entwicklung, der Kommunikation, des Schlafs, der Ernährung, der Trennung und der Anpassung in den ersten Lebensjahren.
Die frühe Kindheit ist eine Phase, in der die Entwicklung des Kindes in sehr enger Verbindung mit den Beziehungen, den körperlichen Erfahrungen, der Art der Kommunikation und der Umgebung, in der es aufwächst, geschieht.
Die psychologische Arbeit mit Babys und Kleinkindern betrachtet nicht getrennt nur das Verhalten, den Schlaf, die Ernährung oder die Sprache. Wichtig ist, die gesamte Entwicklung des Kindes zu verstehen, die Art und Weise, wie es kommuniziert und seine Bedürfnisse ausdrückt, sowie die Beziehungen zu den bedeutsamen Erwachsenen.
Die frühe Suche nach Beratung bedeutet nicht zwangsläufig das Vorliegen einer Störung. Manchmal brauchen Eltern eine professionelle Orientierung, um zu verstehen, ob das Beobachtete Teil der individuellen Entwicklung ist, ob eine Verlaufsbeobachtung notwendig ist oder ob Grund für eine tiefergehende Diagnostik und Unterstützung besteht.
Beratung zur Entwicklung des Babys und des Kleinkindes
Was ist das?
Die ersten Lebensjahre sind eine Zeit außerordentlich rascher Entwicklung. Motorische Fähigkeiten, Sprache, Spiel, Kommunikation, emotionale Regulation und die Fähigkeit zur Verbindung mit anderen entwickeln sich gleichzeitig und beeinflussen sich gegenseitig.
Eltern bemerken oft kleine Besonderheiten, noch bevor sie klar formulieren können, was sie beunruhigt. Das Kind kann weniger interessiert an Kontakt wirken, Schwierigkeiten mit der Anpassung haben, sehr stark auf Veränderungen reagieren oder sich einfach anders entwickeln, als die Familie es erwartet.
Die Beratung hat zum Ziel, das konkrete Kind, seine Geschichte und die Umgebung, in der es aufwächst, zu verstehen. Es werden keine Schlussfolgerungen allein aufgrund eines einzelnen Symptoms oder eines Vergleichs mit anderen Kindern gezogen.
Manchmal genügt eine Beratung, um die Sorgen der Eltern zu besprechen. In anderen Fällen kann eine Verlaufsbeobachtung, eine psychologische Entwicklungsdiagnostik oder eine Konsultation bei einem anderen Fachspezialisten empfohlen werden.
Durchgeführt von: Prof. Monika Bogdanova
Für wen ist sie geeignet?
Für Eltern von Babys und Kleinkindern, die Fragen oder Bedenken hinsichtlich der Entwicklung, des Verhaltens, der Kommunikation, des Spiels, der emotionalen Reaktionen oder der Beziehungen des Kindes haben.
Wann kann sie hilfreich sein?
- wenn die Eltern das allgemeine Gefühl haben, dass die Entwicklung nicht wie erwartet verläuft;
- bei Bedenken hinsichtlich des Kontakts und der Kommunikation;
- bei Verzögerung bestimmter Fähigkeiten;
- bei starker Empfindlichkeit gegenüber Veränderungen;
- bei ausgeprägter Ängstlichkeit oder Trennungsschwierigkeiten;
- bei sehr eingeschränktem oder sich wiederholendem Spiel;
- bei erheblichen Schwierigkeiten mit dem Schlaf oder der Ernährung;
- wenn die Eltern eine professionelle Orientierung hinsichtlich der Entwicklung benötigen.
Was umfasst die psychologische Arbeit?
Ein Gespräch mit den Eltern über die Entwicklung und Geschichte des Kindes, Beobachtung des Kindes und seiner Beziehungen zur bedeutsamen erwachsenen Person sowie bei Bedarf eine Empfehlung für eine tiefergehende psychologische Diagnostik oder eine Konsultation bei einem anderen Fachspezialisten.
Wie verläuft das erste Treffen?
Üblicherweise umfasst das erste Treffen ein Gespräch mit den Eltern und die Beobachtung des Kindes. Besprochen werden die Schwangerschaft und die Geburt, die frühe Entwicklung, der Gesundheitszustand, der Schlaf, die Ernährung, die Sprache, das Spiel, die Beziehungen und die konkreten Bedenken.
Format und Häufigkeit
Format
Mit Elternteil und Kind. Bei Bedarf kann ein Vor- oder Nachgespräch nur mit den Eltern durchgeführt werden.
Dauer und Häufigkeit
Kann eine einmalige Beratung, mehrere aufeinanderfolgende Termine oder der Beginn einer längeren Verlaufsbeobachtung sein.
Wer führt die Beratungen durch?
Psychologen und Psychotherapeuten des Teams mit Kompetenz in der frühkindlichen Entwicklung und der Arbeit mit Eltern und Kindern.
Wichtig
Das Entwicklungstempo ist individuell. Ein einzelnes Anzeichen oder eine Verzögerung stellt für sich allein keinen ausreichenden Grund für eine Diagnosestellung dar.
Psychologische Diagnostik der frühkindlichen Entwicklung
Was ist das?
Die psychologische Diagnostik der frühen Entwicklung hat zum Ziel, systematischer zu untersuchen, wie das Kind in verschiedenen Bereichen funktioniert – Kommunikation, kognitive Entwicklung, Spiel, Aufmerksamkeit, emotionale Regulation, Verhalten und Beziehungen.
Die Diagnostik beschränkt sich nicht auf einen Vergleich mit einer Altersnorm oder auf das Ergebnis eines einzelnen Tests. In der frühen Kindheit ist es besonders wichtig, das Kind im Kontext seiner Geschichte, seines Gesundheitszustands, seiner Beziehungen und seiner Umgebung zu betrachten.
Das Verhalten des Kleinkindes kann sich erheblich ändern, je nachdem, ob es sich ruhig fühlt, ob es die Umgebung kennt und wie der Elternteil anwesend ist. Deshalb sind die klinische Beobachtung und die Informationen der Familie ein wesentlicher Bestandteil der Diagnostik.
Ziel ist es, ein umfassenderes Profil der Stärken und der Bereiche, in denen das Kind auf Schwierigkeiten stößt, zu erstellen und geeignete Empfehlungen für die weitere Unterstützung zu formulieren.
Durchgeführt von: Prof. Monika Bogdanova
Für wen ist sie geeignet?
Für Babys und Kleinkinder, bei denen konkrete Fragen oder Bedenken hinsichtlich des Tempos oder der Art der Entwicklung bestehen.
Wann kann sie hilfreich sein?
- bei Entwicklungsverzögerung;
- bei Schwierigkeiten in der Kommunikation;
- bei fehlender oder eingeschränkter Sprache;
- bei Besonderheiten im Spiel;
- bei bedeutsamen Verhaltens- oder emotionalen Schwierigkeiten;
- bei Anpassungsschwierigkeiten;
- bei Frühgeburt oder einem medizinischen Risikofaktor;
- wenn eine strukturiertere Entwicklungsdiagnostik erforderlich ist.
Was umfasst die psychologische Arbeit?
Ein ausführliches klinisches Interview mit den Eltern, Beobachtung des Kindes, altersgerechte Diagnostikmethoden und die Integration der gewonnenen Informationen in eine ganzheitliche klinische Beurteilung.
Bei Bedarf wird eine zusätzliche Untersuchung durch Kinderarzt, Kinderpsychiater, Neurologe, Logopäde oder einen anderen Fachspezialisten empfohlen.
Wie verläuft das erste Treffen?
Zunächst werden ausführliche Informationen über die Entwicklung des Kindes gesammelt. Ein Teil der Diagnostik kann die direkte Arbeit mit dem Kind sowie die Beobachtung von freiem oder strukturiertem Spiel umfassen.
Format und Häufigkeit
Format
Mit Elternteil und Kind. Je nach Zielsetzung können mehrere Termine erforderlich sein.
Dauer und Häufigkeit
Werden je nach Alter des Kindes, klinischer Fragestellung und angewandten Methoden festgelegt.
Wer führt die Diagnostik durch?
Ein Psychologe mit entsprechender Qualifikation und Erfahrung in der Diagnostik der frühkindlichen Entwicklung.
Wichtig
Die psychologische Diagnostik ist Teil des gesamtheitlichen Verständnisses der Entwicklung und sollte nicht automatisch als medizinische Diagnose betrachtet werden.
Unterstützung bei verzögertem Sprechbeginn und Kommunikationsschwierigkeiten
Was ist das?
Die Sprache entwickelt sich im Kontext der Kommunikation. Bevor das Kind beginnt, Wörter zu verwenden, kommuniziert es durch Blick, Gestik, Laute, Bewegung, Spiel und Reaktion auf andere.
Wenn die Sprache später als erwartet auftritt, ist es wichtig, nicht nur zu betrachten, wie viele Wörter das Kind verwendet, sondern wie es insgesamt kommuniziert – sucht es Kontakt, teilt es Interesse mit, verwendet es Gestik, versteht es Sprache, spielt es symbolisch und wie reagiert es auf andere.
Die Ursachen für einen verzögerten Sprechbeginn können unterschiedlich sein und sollten nicht automatisch mit einer bestimmten Diagnose in Verbindung gebracht werden. Manchmal handelt es sich um ein individuelles Tempo, in anderen Fällen ist die Sprachschwierigkeit Teil einer umfassenderen Entwicklungsbesonderheit.
Deshalb kann die psychologische Diagnostik als Teil des multidisziplinären Verständnisses des Kindes hilfreich sein.
Durchgeführt von: Prof. Monika Bogdanova
Für wen ist sie geeignet?
Für Eltern von Kindern mit fehlender, eingeschränkter oder erheblich verzögerter Sprache sowie bei Bedenken hinsichtlich der Art, wie das Kind kommuniziert.
Wann kann sie hilfreich sein?
- wenn das Kind wenige oder keine Wörter verwendet;
- wenn es Sprache schwer versteht;
- wenn es selten Gestik verwendet;
- wenn es Interesse nicht mit anderen teilt;
- wenn der Kontakt eingeschränkt wirkt;
- wenn es einen Verlust bereits erworbener sprachlicher oder kommunikativer Fähigkeiten gibt;
- wenn die Eltern das Gefühl haben, dass das Kind anders kommuniziert als Gleichaltrige.
Was umfasst die psychologische Arbeit?
Ein Gespräch mit den Eltern, Beobachtung der Kommunikation, des Spiels, der Aufmerksamkeit und der Beziehungen. Bei Bedarf kann eine zusätzliche Untersuchung durch einen Logopäden, einen Hörspezialisten, einen Kinderpsychiater oder einen anderen Fachspezialisten empfohlen werden.
Wie verläuft das erste Treffen?
Beobachtet wird, wie das Kind spontan kommuniziert, wie es Blick, Gestik, Laute und Spiel verwendet und wie es auf den Elternteil und den Fachspezialisten reagiert.
Format und Häufigkeit
Format
Mit Elternteil und Kind.
Dauer und Häufigkeit
Je nach Fall – eine Beratung, mehrere Diagnostiktermine oder eine anschließende Verlaufsbeobachtung.
Wer führt die Beratungen durch?
Fachspezialisten mit Kompetenz in der frühkindlichen Entwicklung.
Wichtig
Ein verzögerter Sprechbeginn kann unterschiedliche Ursachen haben. Er reicht für sich allein nicht aus, um auf eine bestimmte Entwicklungsstörung zu schließen.
Beratung bei Schwierigkeiten im Kontakt, in der Kommunikation und in der sozialen Interaktion
Was ist das?
Bereits in der frühen Kindheit entwickelt sich die Fähigkeit des Kindes, seine Aufmerksamkeit auf den anderen zu richten, Interesse zu teilen, am Spiel teilzunehmen und die soziale Welt allmählich zu verstehen.
Bei manchen Kindern bemerken die Eltern, dass sich der Kontakt anders entwickelt – das Kind sucht möglicherweise seltener den Blickkontakt, bevorzugt eigenständige Beschäftigungen, teilt Interesse nur schwer mit oder reagiert ungewöhnlich auf Veränderungen und soziale Situationen.
Diese Besonderheiten können sehr unterschiedliche Erklärungen haben. Sie müssen im Kontext der gesamten Entwicklung beurteilt werden und nicht durch die Suche nach einem einzelnen „Symptom“.
Die fachliche Beratung kann helfen, zu beurteilen, ob eine Verlaufsbeobachtung, eine tiefergehende Diagnostik oder die Einbeziehung anderer Fachspezialisten notwendig ist.
Durchgeführt von: Prof. Monika Bogdanova
Für wen ist sie geeignet?
Für Familien, die Bedenken hinsichtlich des Kontakts, der sozialen Interaktion, des Spiels oder der Art, wie das Kind mit der Umgebung kommuniziert, haben.
Wann kann sie hilfreich sein?
- bei eingeschränktem oder unbeständigem Blickkontakt;
- bei eingeschränktem Teilen von Interesse;
- bei geringer Initiative zur Kommunikation;
- bei Schwierigkeiten im gemeinsamen Spiel;
- bei starkem Bedürfnis nach Vorhersehbarkeit;
- bei ungewöhnlich intensiven oder sich wiederholenden Interessen und Verhaltensweisen;
- bei erheblicher Empfindlichkeit gegenüber Geräuschen, Berührung oder anderen sensorischen Reizen;
- bei Verlust erworbener Fähigkeiten.
Was umfasst die psychologische Arbeit?
Ein Gespräch mit den Eltern, Beobachtung des Kindes und Diagnostik der Entwicklung, der Kommunikation, des Spiels und der sozialen Interaktion. Bei Bedarf wird eine zusätzliche spezialisierte Diagnostik empfohlen.
Wie verläuft das erste Treffen?
Das Kind wird in einer freien und bei Bedarf strukturierten Situation beobachtet, wobei auf die Art geachtet wird, wie es Kontakt sucht, Aufmerksamkeit teilt und Spiel sowie Kommunikation nutzt.
Format und Häufigkeit
Format
Mit Elternteil und Kind.
Dauer und Häufigkeit
Je nach klinischer Fragestellung – von einer Beratung bis zu mehreren Diagnostikterminen.
Wer führt die Beratungen durch?
Psychologen mit Erfahrung in der frühkindlichen Entwicklung.
Wichtig
Das Vorliegen einzelner Besonderheiten ist nicht gleichbedeutend mit einer Diagnose. Bei Verdacht auf eine Autismus-Spektrum-Störung ist eine umfassende spezialisierte Diagnostik erforderlich und bei Bedarf die Einbeziehung eines Kinderpsychiaters und anderer Fachspezialisten.
Unterstützung bei Schlafschwierigkeiten
Was ist das?
Der Schlaf in der frühen Kindheit steht in Zusammenhang mit der biologischen Reifung, dem Tagesrhythmus, den Beziehungen zu den Eltern und der Fähigkeit des Kindes, Trennung allmählich zu ertragen und sich zu beruhigen.
Häufiges Aufwachen, schwieriges Einschlafen, die Notwendigkeit einer langen Anwesenheit des Elternteils oder plötzliche Veränderungen im Schlaf können für die ganze Familie sehr erschöpfend sein.
Nicht jede Schlafschwierigkeit ist psychologischer Natur. Zunächst müssen das Alter, die körperliche Gesundheit, der Tagesablauf und mögliche medizinische Ursachen berücksichtigt werden.
Wenn das Problem anhält oder mit erheblicher Angst und Anspannung zwischen Elternteil und Kind verbunden ist, kann die psychologische Beratung helfen, den gesamten Kontext rund um den Schlaf zu verstehen.
Durchgeführt von: Prof. Monika Bogdanova
Für wen ist es geeignet?
Für Eltern von Säuglingen und Kleinkindern mit anhaltenden Einschlafschwierigkeiten, häufigem nächtlichem Aufwachen oder starker Anspannung rund um den Schlaf.
Wann kann es hilfreich sein?
- bei Einschlafschwierigkeiten;
- bei sehr häufigem nächtlichem Aufwachen;
- bei starkem Protest beim Zubettbringen;
- wenn das Kind nicht ohne längere Anwesenheit eines Erwachsenen einschlafen kann;
- bei plötzlicher Veränderung des Schlafs nach einem belastenden Ereignis;
- wenn das Problem zu erheblicher Erschöpfung des Kindes und der Eltern führt.
Was umfasst die psychologische Arbeit?
Eine ausführliche Untersuchung des Tagesablaufs, der Beziehungen rund um das Einschlafen, der familiären Situation, des emotionalen Zustands des Kindes und der Art und Weise, wie die Eltern auf die Schwierigkeit reagieren.
Wie verläuft das erste Gespräch?
In der Regel beginnt es mit einem ausführlichen Gespräch mit dem Elternteil. Je nach Alter und Situation kann auch das Kind einbezogen werden.
Format und Häufigkeit
Format
Elternberatung oder Sitzung mit Elternteil und Kind.
Dauer und Häufigkeit
Häufig kurzfristige Arbeit mit anschließender Nachbetreuung.
Wer führt die Beratungen durch?
Fachpersonen mit Erfahrung in der frühkindlichen Entwicklung und der Elternberatung.
Wichtig
Bei Verdacht auf eine medizinische Ursache oder eine Schlafstörung muss das Kind von einem Kinderarzt oder einer anderen geeigneten medizinischen Fachperson untersucht werden.
Unterstützung bei Fütterungsschwierigkeiten
Was ist das?
Das Füttern in der frühen Kindheit ist nicht nur ein biologischer Vorgang. Es ist auch eine der ersten Formen, in denen Kind und Erwachsener kommunizieren, einen Rhythmus regulieren und Beziehungen aufbauen.
Bei manchen Kindern wird das Füttern allmählich zu einer Quelle großer Anspannung. Es kann zu starker Nahrungsverweigerung, einem sehr eingeschränkten Spektrum akzeptierter Lebensmittel, langwierigem Füttern, Konflikten am Tisch oder Angst sowohl beim Kind als auch beim Elternteil kommen.
Je mehr sich der Erwachsene Sorgen macht, ob das Kind ausreichend isst, desto größer kann unbeabsichtigt der Druck rund um das Füttern werden. So kann das Füttern allmählich zu einem Feld der Spannung zwischen Elternteil und Kind werden.
Die psychologische Arbeit betrachtet sowohl das Verhalten des Kindes als auch die Beziehungen und den emotionalen Kontext rund um das Füttern.
Durchgeführt von: Prof. Monika Bogdanova
Für wen ist es geeignet?
Für Familien mit Säuglingen und Kleinkindern, bei denen das Füttern zu einer anhaltenden Quelle von Schwierigkeiten und Anspannung geworden ist.
Wann kann es hilfreich sein?
- bei starker Nahrungsverweigerung;
- bei einem sehr eingeschränkten Ernährungsrepertoire;
- bei starker Angst während des Fütterns;
- bei ständigen Konflikten rund um das Füttern;
- wenn das Kind nur unter bestimmten Bedingungen isst;
- bei erheblichen Veränderungen nach einer Erkrankung oder einem anderen Ereignis;
- wenn das Füttern einen unverhältnismäßig großen Teil des Familienalltags einnimmt.
Was umfasst die psychologische Arbeit?
Ein Gespräch über die Fütterungsgeschichte, den Tagesablauf, das Verhalten des Kindes, die Beziehungen während des Fütterns und die Sorgen der Eltern.
Wie verläuft das erste Gespräch?
In der Regel beginnt es mit einer Elternberatung. Bei Bedarf kann die Interaktion zwischen Elternteil und Kind beobachtet werden.
Format und Häufigkeit
Format
Mit den Eltern und bei Bedarf mit dem Kind.
Dauer und Häufigkeit
Je nach Art der Schwierigkeit.
Wer führt die Beratungen durch?
Fachpersonen mit Kompetenz in der frühkindlichen Entwicklung und den Eltern-Kind-Beziehungen.
Wichtig
Vor einer psychologischen Interpretation müssen medizinische, gastroenterologische, allergologische, oral-motorische oder andere körperliche Ursachen für die Fütterungsschwierigkeiten ausgeschlossen werden.
Unterstützung bei starker Trennungsangst
Was ist das?
Die Fähigkeit des kleinen Kindes, sich allmählich vom Elternteil zu lösen, entwickelt sich im Laufe der Zeit. Trennungsangst ist ein normaler Bestandteil der frühen Entwicklung und kann in bestimmten Phasen besonders stark ausgeprägt sein.
Bei manchen Kindern löst die Trennung jedoch eine so intensive Angst aus, dass sie den Alltag erheblich einschränkt. Das Kind kann sich weigern, bei anderen Erwachsenen zu bleiben, sehr stark reagieren, wenn der Elternteil das Zimmer verlässt, oder in einer neuen Umgebung anhaltende Angst empfinden.
Manchmal verstärkt sich die Schwierigkeit nach einer konkreten Veränderung – Erkrankung, Krankenhausaufenthalt, Abwesenheit eines Elternteils, Umzug, Geburt eines weiteren Kindes oder Beginn der Krippe.
Die psychologische Arbeit betrachtet die Angst im Kontext der Entwicklung und der Beziehungen, ohne die Trennung gewaltsam zu erzwingen.
Durchgeführt von: Prof. Monika Bogdanova
Für wen ist es geeignet?
Für Eltern von Kleinkindern, bei denen die Trennung mit starker und anhaltender Angst verbunden ist.
Wann kann es hilfreich sein?
- bei starkem und anhaltendem Weinen bei der Trennung;
- wenn das Kind sich weigert, bei einer anderen wichtigen Bezugsperson zu bleiben;
- bei schwieriger Anpassung an Krippe oder Kindergarten;
- bei erheblicher Angst nach der Trennung oder Abwesenheit eines Elternteils;
- wenn die Angst vor der Trennung den Familienalltag einschränkt.
Was umfasst die psychologische Arbeit?
Arbeit mit den Eltern am Verständnis der Angst und Unterstützung des Kindes im Prozess der allmählichen Loslösung und Anpassung.
Wie verläuft das erste Gespräch?
Es wird besprochen, wann die Schwierigkeit begonnen hat, in welchen Situationen sie auftritt und wie das Kind und die Eltern auf die Trennung reagieren.
Format und Häufigkeit
Format
Elternberatung und/oder Arbeit mit Elternteil und Kind.
Dauer und Häufigkeit
Werden individuell festgelegt.
Wer führt die Beratungen durch?
Fachpersonen für frühkindliche Entwicklung und Eltern-Kind-Beziehungen.
Wichtig
Trennungsangst ist in bestimmten Entwicklungsphasen normal. Ihre Bedeutung wird je nach Alter, Intensität und Auswirkung auf das Funktionieren beurteilt.
Unterstützung bei der Eingewöhnung in Krippe und Kindergarten
Was ist das?
Der Beginn der Krippe oder des Kindergartens ist eine der ersten bedeutenden sozialen Veränderungen im Leben des Kindes. Es muss sich an einen neuen Raum, Erwachsene, Kinder, Regeln und einen täglichen Rhythmus anpassen und gleichzeitig die Trennung vom Elternteil ertragen.
Für manche Kinder verläuft dieser Übergang relativ ruhig. Bei anderen können starkes Weinen, die Verweigerung des Besuchs der Einrichtung, Schlafstörungen, Veränderungen beim Füttern, größere Reizbarkeit oder eine vorübergehende Rückkehr zu früheren Verhaltensweisen auftreten.
Diese Reaktionen bedeuten nicht immer, dass das Kind noch nicht bereit für die Krippe oder den Kindergarten ist. Oft sind sie Teil des Eingewöhnungsprozesses. Wichtig ist jedoch, die Dauer, die Intensität und die Art und Weise zu beobachten, wie das Kind allmählich ein Gefühl der Sicherheit in der neuen Umgebung aufbaut.
Durchgeführt von: Prof. Monika Bogdanova
Für wen ist es geeignet?
Für Eltern und Kleinkinder, die vor oder nach dem Beginn der Krippe oder des Kindergartens auf erhebliche Schwierigkeiten stoßen.
Wann kann es hilfreich sein?
- bei anhaltendem und starkem Protest;
- bei dauerhafter Verschlechterung des Schlafs oder des Fütterns;
- bei starker Angst schon vor dem Beginn;
- bei erheblicher Verhaltensänderung;
- wenn sich die Eingewöhnung über lange Zeit schwierig gestaltet;
- wenn die Eltern große Unsicherheit empfinden, wie sie reagieren sollen.
Was umfasst die psychologische Arbeit?
Verständnis der Reaktionen des Kindes, der Besonderheiten der Trennung und der neuen Umgebung, Arbeit mit den elterlichen Sorgen und Entwicklung eines geeigneten Weges zur Unterstützung der Eingewöhnung.
Wie verläuft das erste Gespräch?
Besprochen werden das Verhalten vor und nach dem Beginn, die Reaktionen bei der Trennung, die Organisation des Alltags und die Informationen aus der Krippe oder dem Kindergarten.
Format und Häufigkeit
Format
Vorwiegend Elternberatung, bei Bedarf mit Beteiligung des Kindes.
Dauer und Häufigkeit
In der Regel kurzfristige Arbeit mit der Möglichkeit einer Nachbetreuung.
Wer führt die Beratungen durch?
Psychologen mit Kompetenz in der frühkindlichen Entwicklung.
Wichtig
Die Eingewöhnung ist ein Prozess und kein einmaliges Ereignis. Ziel ist nicht, das Kind zu zwingen, nicht mehr zu reagieren, sondern ihm zu ermöglichen, allmählich Sicherheit in der neuen Umgebung aufzubauen.
Unterstützung für Frühgeborene und ihre Eltern
Was ist das?
Eine Frühgeburt kann in einem Moment eintreten, in dem sich die Eltern psychologisch noch auf die Ankunft des Kindes vorbereiten. Anstelle der erwarteten Begegnung mit dem Baby können sie sich plötzlich in einer Umgebung medizinischer Unsicherheit, Apparaturen, Verfahren und Trennung wiederfinden.
Der Aufenthalt auf einer neonatologischen Station kann als stark stressbelastend oder traumatisch erlebt werden. Die Eltern können Angst um das Leben des Kindes, Hilflosigkeit, Schuldgefühle oder das Gefühl empfinden, ihren natürlichen Platz als Mutter oder Vater nicht einnehmen zu können.
Nach der Entlassung verschwindet die Angst nicht immer. Manche Eltern bleiben ständig wachsam, beobachten jede Bewegung oder jeden Atemzug und können ihrem Kind nur schwer erlauben, es außerhalb des medizinischen Risikos wahrzunehmen.
Die psychologische Unterstützung richtet sich sowohl auf das Erleben der Eltern als auch auf die Beziehung zum Baby und die Anpassung der Familie.
Durchgeführt von: Prof. Monika Bogdanova
Für wen ist es geeignet?
Für Eltern von Frühgeborenen während oder nach der neonatologischen Phase.
Wann kann es hilfreich sein?
- bei starker Angst um die Gesundheit und Entwicklung des Babys;
- bei Schuldgefühlen oder dem Gefühl elterlicher Unzulänglichkeit;
- nach einem langen Aufenthalt in der Neonatologie;
- bei Schwierigkeiten des Elternteils, sich emotional mit dem Baby zu verbinden;
- bei anhaltender Angst vor medizinischer Verschlechterung;
- bei erheblicher Anspannung nach der Entlassung;
- bei Sorgen bezüglich der weiteren Entwicklung.
Was umfasst die psychologische Arbeit?
Unterstützung des elterlichen Erlebens, der Beziehung zum Baby und der Anpassung nach der medizinischen Krise. Bei Bedarf kann auch die Begleitung der frühkindlichen Entwicklung einbezogen werden.
Wie verläuft das erste Gespräch?
Die Eltern können über die Geburt, den Krankenhausaufenthalt und ihre aktuellen Sorgen berichten. Wenn es angebracht ist, umfasst das Gespräch auch die Beobachtung des Babys und der Interaktion mit dem Elternteil.
Format und Häufigkeit
Format
Mit einem oder beiden Elternteilen und, falls möglich, mit dem Baby.
Dauer und Häufigkeit
Von einer einzelnen Beratung bis zu langfristiger Begleitung, je nach Situation.
Wer führt die Beratungen durch?
Fachpersonen mit Kompetenz in der frühkindlichen Entwicklung, der psychischen Gesundheit der Eltern und der Arbeit mit Frühgeborenen.
Wichtig
Die psychologische Begleitung ersetzt nicht die pädiatrische, neurologische und andere notwendige medizinische Nachsorge des Frühgeborenen.
Beratung bei Verdacht auf eine Autismus-Spektrum-Störung
Was ist das?
Wenn Eltern Besonderheiten in der Kommunikation, im Spiel, im sozialen Kontakt oder im Verhalten des Kindes bemerken, kann die Frage nach einer Autismus-Spektrum-Störung große Angst auslösen.
Wichtig ist, dass solche Besonderheiten nicht isoliert interpretiert werden. Die Entwicklung im frühen Kindesalter ist komplex, und verschiedene Zustände können sich mit teilweise ähnlichen Merkmalen zeigen.
Die erste psychologische Beratung hat zum Ziel, die gesamte Entwicklung zu betrachten – Kommunikation, Sprache, Spiel, soziale Interaktion, Verhalten, sensorische Reaktionen und die Vorgeschichte des Kindes.
Wenn ausreichend Anhaltspunkte für eine Fortführung der Diagnostik vorliegen, kann die Familie an einen geeigneten multidisziplinären diagnostischen Prozess weitervermittelt werden.
Durchgeführt von: Prof. Monika Bogdanova
Für wen ist es geeignet?
Für Eltern, die Bedenken hinsichtlich der sozialen, kommunikativen oder verhaltensbezogenen Entwicklung des Kindes haben.
Wann kann es hilfreich sein?
- bei eingeschränkter sozialer Interaktion;
- bei fehlender oder deutlich eingeschränkter gemeinsamer Aufmerksamkeit;
- bei Besonderheiten in Sprache und Kommunikation;
- bei sich wiederholenden Verhaltensweisen;
- bei ungewöhnlich starkem Bedürfnis nach Gleichbleibendem;
- bei spezifischen sensorischen Reaktionen;
- bei Verlust erworbener Fähigkeiten;
- wenn ein Elternteil, Kinderarzt oder ein anderer Fachspezialist Zweifel hinsichtlich der Entwicklung hat.
Was umfasst die psychologische Arbeit?
Eine ausführliche Entwicklungsanamnese, klinische Beobachtung und bei Bedarf geeignete spezialisierte Diagnostikmethoden, wobei die Ergebnisse im Kontext des gesamten Funktionierens des Kindes betrachtet werden.
Wie verläuft das erste Treffen?
Üblicherweise umfasst es ein ausführliches Gespräch mit den Eltern und die Beobachtung des Kindes. Bei Bedarf wird die Diagnostik in weiteren Terminen fortgesetzt.
Format und Häufigkeit
Format
Mit Elternteil und Kind.
Dauer und Häufigkeit
Werden je nach klinischer Fragestellung und erforderlichem Umfang der Diagnostik festgelegt.
Wer führt die Beratungen durch?
Psychologen mit Kompetenz in der frühkindlichen Entwicklung und der Diagnostik von Entwicklungsstörungen, wobei bei Bedarf mit einem Kinderpsychiater, Kinderarzt, Logopäden oder anderen Fachspezialisten zusammengearbeitet wird.
Wichtig
Eine psychologische Beratung oder ein einzelnes Screening-Instrument reichen nicht aus, um eine Diagnose einer Autismus-Spektrum-Störung zu stellen. Bei Vorliegen klinischer Anhaltspunkte ist eine umfassende spezialisierte Diagnostik erforderlich.