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Beratung und spezialisierte Programme für die Integration der psychologischen und psychosozialen Versorgung in den realen klinischen Prozess und zur Unterstützung der medizinischen Teams.
Die psychologische und psychosoziale Versorgung in der medizinischen Einrichtung ist keine „optionale“ Ergänzung, wenn das medizinische Problem bereits gelöst ist. Sie ist Teil der Art und Weise, wie der Patient die Erkrankung versteht, an der Behandlung teilnimmt, schwierige Entscheidungen durchlebt und eine möglichst gute Lebensqualität bewahrt.
Zugleich sind medizinische Einrichtungen auch ein Arbeitsumfeld für Fachpersonen, die hoher emotionaler Belastung, Verlust, Konflikt, Notfallsituationen und langanhaltender Verantwortung ausgesetzt sind. Deshalb muss der psychosoziale Ansatz nicht nur den Patienten, sondern auch die Teams einbeziehen, die sich um ihn kümmern.
Das Institut arbeitet mit Krankenhäusern, Kliniken, medizinischen Zentren und anderen medizinischen Einrichtungen zusammen, um nachhaltige Modelle für die psychologische und psychosoziale Versorgung aufzubauen und weiterzuentwickeln. Die Arbeit kann auf ein konkretes Team, eine Abteilung oder ein Problem ausgerichtet sein, aber auch auf einen umfassenderen Aufbau von Standards, Algorithmen, Screening und professioneller Unterstützung.
Der Ansatz berücksichtigt das Profil der medizinischen Einrichtung, die Patientengruppen, die Ressourcen, die Organisationskultur und die realen Möglichkeiten der Integration der psychologischen Arbeit in den klinischen Prozess.
Bedarfsanalyse eines medizinischen Teams
Was ist das?
Bevor ein Programm zur Unterstützung eines medizinischen Teams erstellt wird, ist es wichtig zu verstehen, was die konkrete Struktur tatsächlich benötigt.
Die Belastung in einer onkologischen Abteilung beispielsweise unterscheidet sich von der in der Notaufnahme, der Intensivmedizin, der Pädiatrie oder der ambulanten Praxis. Es unterscheiden sich sowohl die klinischen Situationen als auch die Beziehungen zu den Patienten, die Häufigkeit von Verlusten, Konflikte, der Arbeitsrhythmus und die Erholungsmöglichkeiten.
Die Bewertung beschränkt sich nicht auf einen „Burnout“-Fragebogen. Sie betrachtet umfassender die emotionale und organisatorische Belastung, die Kommunikation, die beruflichen Rollen, die schwierigen klinischen Situationen und die Ressourcen, über die das Team bereits verfügt.
Ziel ist es, dass die Empfehlungen realistisch und im konkreten Arbeitsumfeld umsetzbar sind.
Für wen ist es geeignet?
Für Krankenhausabteilungen, Kliniken, medizinische Zentren, multidisziplinäre Teams und Leitungen medizinischer Einrichtungen.
Wann kann es hilfreich sein?
- bei hohem beruflichen Stress;
- bei zunehmender Fluktuation;
- bei häufigen Konflikten im Team;
- bei zahlreichen schweren klinischen Fällen;
- bei emotionaler Erschöpfung;
- nach organisatorischen Veränderungen;
- bei der Vorbereitung eines Programms für psychologische Unterstützung;
- wenn die Leitung ein klareres Bild der psychosozialen Risiken benötigt.
Was umfasst die Arbeit?
Gespräche mit Vertretern des Teams und der Leitung, bei Bedarf anonymisierte Fragebögen, Analyse zentraler beruflicher Situationen und Formulierung von Empfehlungen.
Wie verläuft das erste Treffen?
Es werden die Struktur, die Anzahl und das berufliche Profil des Teams, die wesentlichen Schwierigkeiten sowie das Ziel der Bewertung geklärt.
Format und Häufigkeit
Format
Organisationsberatung, Interviews, Gruppentreffen und bei Bedarf eine strukturierte Bewertung.
Dauer und Häufigkeit
Je nach Größe der Struktur und der gestellten Fragestellung.
Wer führt die Bewertung durch?
Fachkräfte mit Erfahrung in Klinischer Psychologie, psychosozialer Arbeit und dem Funktionieren medizinischer Teams.
Wichtig
Ziel ist es nicht, individuell zu bewerten, welcher Mitarbeiter „zurechtkommt“ und welcher nicht. Die organisatorische Bewertung muss auch die Bedingungen betrachten, unter denen die Menschen arbeiten.
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Programm für psychologische Unterstützung eines medizinischen Teams
Was ist das?
Ein einmaliges Seminar reicht selten aus, wenn das Team täglich unter hoher emotionaler Belastung arbeitet.
Der nachhaltigere Ansatz umfasst eine Kombination verschiedener Formen – individuelle Unterstützung, Supervision, Balint-Gruppen, Fortbildungen, Interventionen nach schweren Ereignissen und Arbeit mit beruflichem Ausbrennen.
Das Programm wird entsprechend dem konkreten Profil der medizinischen Einrichtung erstellt. Nicht jedes Team benötigt dieselbe Intensität oder dasselbe Format.
Ein wichtiger Bestandteil ist auch die Zugänglichkeit – die psychologische Unterstützung muss so organisiert sein, dass die Fachkräfte sie im Rahmen ihres klinischen Zeitplans tatsächlich nutzen können.
Für wen ist es geeignet?
Für medizinische Einrichtungen, die ein dauerhaftes Modell zur Unterstützung ihrer Fachkräfte aufbauen möchten.
Wann kann es hilfreich sein?
- bei langfristig hoher Belastung;
- bei der Arbeit mit schwerkranken oder sterbenden Patienten;
- bei häufigen Konfliktsituationen;
- bei hoher Fluktuation;
- bei Bedarf an Unterstützung für neue Fachkräfte;
- als Teil einer Politik für Qualität und Personalfürsorge.
Was umfasst die Arbeit?
Nach einer Bedarfsanalyse kann eine Kombination aus Folgendem erstellt werden:
- individuelle Beratungen;
- Gruppensupervision;
- Balint-Gruppen;
- Unterstützung nach schweren klinischen Ereignissen;
- Kommunikationsfortbildungen;
- Arbeit an beruflichen Grenzen;
- Burnout-Prävention;
- Beratung der Leitung hinsichtlich psychosozialer Risiken.
Wie verläuft das erste Treffen?
Es werden die Bedürfnisse, die verfügbaren Ressourcen, der Arbeitsplan und der mögliche Umfang des Programms geklärt.
Format und Häufigkeit
Format
Langfristiges Programm für eine Abteilung, Klinik oder medizinische Einrichtung.
Dauer und Häufigkeit
Werden individuell festgelegt, üblicherweise für einen vorab vereinbarten Zeitraum.
Wer führt das Programm durch?
Ein multidisziplinäres Team entsprechend den erforderlichen Tätigkeiten.
Wichtig
Die Unterstützung des Personals darf nicht zu einem Ersatz für die notwendigen organisatorischen Veränderungen werden. Wenn das Grundproblem ein chronischer Personalmangel, eine übermäßige Belastung oder eine nicht funktionierende Organisation ist, kann dies nicht allein durch psychologische Interventionen gelöst werden.
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Balint-Gruppen für medizinische Teams
Was sind das?
Die Balint-Gruppe ist ein spezialisiertes Format für Fachpersonen, das die Beziehung zwischen der medizinischen Fachperson und dem Patienten in den Mittelpunkt stellt.
Anstatt zu erörtern, ob die medizinische Diagnose oder Therapie korrekt ist, stellt ein Teilnehmer eine Begegnung mit einem Patienten vor, die schwierig, angespannt, verwirrend oder emotional bedeutsam geblieben ist.
Die Gruppe hilft dabei, darüber nachzudenken, was zwischen dem Patienten und der Fachperson geschieht und wie die Ängste, Erwartungen und Reaktionen beider Seiten die klinische Begegnung beeinflussen.
Dieses Format ist besonders wertvoll in Strukturen, in denen die Beziehungen zu den Patienten langanhaltend oder emotional belastend sind.
Durchgeführt von: Dr Margarita Tareyn
Für wen ist es geeignet?
Für Ärzte, Pflegefachpersonen und andere medizinische Fachkräfte.
Wann kann es hilfreich sein?
- bei schwierigen Patienten oder Beziehungen;
- bei starkem Gefühl der Ohnmacht;
- bei Patienten, die Verärgerung hervorrufen;
- bei übermäßigem emotionalem Engagement;
- bei der Arbeit mit schweren und chronischen Erkrankungen;
- als dauerhaftes Format für berufliche Reflexion.
Was umfasst die Arbeit?
Regelmäßige Gruppentreffen mit Vorstellung und Besprechung von Fällen.
Wie verläuft das erste Treffen?
Es werden der Rahmen, die Prinzipien und die Vertraulichkeitsregeln vorgestellt.
Format und Häufigkeit
Format
Kleine Gruppe von medizinischen Fachkräften.
Dauer und Häufigkeit
Ein regelmäßiger Prozess, kein einmaliges Ereignis.
Wer leitet die Gruppe?
Ein qualifizierter Balint-Gruppenleiter.
Wichtig
Die Balint-Gruppe ist keine Psychotherapie des Teams und darf nicht zur administrativen Bewertung der Mitarbeiter verwendet werden.
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Regelmäßige Supervision medizinischer Teams
Was ist das?
Die Supervision bietet einen geschützten Raum, in dem das medizinische Team über komplexe klinische Situationen, berufliche Beziehungen und Schwierigkeiten im eigenen Funktionieren nachdenken kann.
Sie ist besonders nützlich in Bereichen, in denen die Fachkräfte einer langanhaltenden emotionalen Belastung ausgesetzt sind – Onkologie, Palliativmedizin, Intensivpflege, Psychiatrie, Pädiatrie, Arbeit mit chronisch Kranken und andere.
Die Supervision kann auf konkrete klinische Fälle oder auf die Interaktion innerhalb des Teams selbst fokussiert sein.
Ziel ist nicht die Kontrolle der Fachkräfte, sondern die Schaffung eines Raumes, in dem die Komplexität der Arbeit durchdacht werden kann, bevor sie sich in einen chronischen Konflikt, ein Burnout oder beruflichen Rückzug verwandelt.
Durchgeführt von: Prof. Orlin Todorov
Für wen ist es geeignet?
Für Abteilungen, klinische Teams und multidisziplinäre Strukturen.
Wann kann es hilfreich sein?
- bei komplexen klinischen Fällen;
- bei hoher emotionaler Belastung;
- bei beruflichen Konflikten;
- bei Schwierigkeiten mit Grenzen;
- bei der Arbeit mit Patienten mit schlechter Prognose;
- bei starken Reaktionen des Teams nach einem Verlust;
- als Teil der kontinuierlichen beruflichen Weiterentwicklung.
Was umfasst die Arbeit?
Regelmäßige Treffen, Fallvorstellungen, Analyse der Beziehungen und des beruflichen Rahmens, Besprechung ethischer und kommunikativer Dilemmata.
Wie verläuft das erste Treffen?
Es werden das Ziel, die Teilnehmer, die Vertraulichkeitsregeln und die Grenze zwischen Supervisions- und administrativer Funktion geklärt.
Format und Häufigkeit
Format
Gruppensupervision mit einem konkreten Team.
Dauer und Häufigkeit
Üblicherweise regelmäßige Treffen über einen bestimmten Zeitraum.
Wer führt die Supervision durch?
Ein qualifizierter Supervisor mit klinischer und organisatorischer Erfahrung.
Wichtig
Die Supervision muss klar von der disziplinarischen Kontrolle und der Personalbeurteilung abgegrenzt werden.
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Intervention nach einem schweren klinischen Ereignis
Was ist das?
Ein unerwarteter Tod, ein schwerer medizinischer Fehler oder der Verdacht darauf, Gewalt, Reanimation, ein Vorfall mit mehreren Verletzten oder ein anderes außergewöhnliches Ereignis kann erhebliche Auswirkungen auf das gesamte medizinische Team haben.
Nach einer solchen Situation können manche Fachkräfte unmittelbar reagieren, andere – Tage oder Wochen später. Es kann zu Schlaflosigkeit, aufdringlichen Gedanken, Schuldgefühlen, Wut, Angst vor Wiederholung oder Spannungen zwischen den Teammitgliedern kommen.
Die organisatorische Reaktion in den ersten Tagen ist von Bedeutung. Es reicht nicht aus, einfach zu erklären, dass die Menschen ihre Arbeit „professionell“ fortsetzen sollen.
Die Intervention muss dem Charakter des Ereignisses angepasst sein und vermeiden, alle dazu zu zwingen, das Erlebte auf die gleiche Weise zu erzählen.
Für wen ist es geeignet?
Für medizinische Teams nach einem schweren oder potenziell traumatischen beruflichen Ereignis.
Wann kann es hilfreich sein?
- nach einem unerwarteten Tod;
- nach einem schweren medizinischen Zwischenfall;
- nach Aggression gegenüber einem Mitarbeiter;
- nach einem Krisenereignis mit mehreren Patienten;
- nach dem Tod eines Kindes;
- bei starker gesellschaftlicher oder medialer Anspannung um einen Fall;
- wenn das Ereignis zu erheblichen Konflikten oder Ängsten im Team führt.
Was umfasst die Arbeit?
Bewertung der unmittelbaren Bedürfnisse, Gruppen- und bei Bedarf Einzelunterstützung, Identifizierung von Fachkräften mit Bedarf an zusätzlicher Hilfe sowie Empfehlungen an die Leitung.
Wie verläuft das erste Treffen?
Zunächst werden das Ereignis, der organisatorische Kontext und die unmittelbaren Bedürfnisse des Teams geklärt.
Format und Häufigkeit
Format
Teamintervention mit der Möglichkeit individueller Gespräche.
Dauer und Häufigkeit
Je nach Art des Ereignisses – von kurzfristiger Krisenarbeit bis hin zu Nachsorge.
Wer führt die Intervention durch?
Fachleute mit Erfahrung in Krisenpsychologie, traumatischem Stress und medizinischem Kontext.
Wichtig
Die psychologische Intervention ersetzt nicht die notwendige medizinische, administrative, juristische oder organisatorische Untersuchung des Ereignisses.
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Programm zur Prävention von Burnout
Was ist das?
Burnout im Gesundheitswesen sollte nicht ausschließlich als persönliches Problem des einzelnen Fachmanns betrachtet werden.
Arbeitszeit, Patientenzahl, Personalmangel, fehlende Autonomie, Konflikte, administrative Belastung und Organisationskultur können von wesentlicher Bedeutung sein.
Deshalb erschöpft sich wirksame Prävention nicht in einem Seminar zum „Stressmanagement“. Sowohl individuelle als auch organisatorische Faktoren müssen berücksichtigt werden.
Das Programm kann Risikobewertung, Gruppenformen der Unterstützung, Supervision, Fortbildungen für Führungskräfte und Vorschläge für Veränderungen in der Arbeitsorganisation umfassen.
Für wen ist es geeignet?
Für medizinische Einrichtungen und Strukturen, die einen systematischen Ansatz für das berufliche Wohlbefinden des Personals wünschen.
Wann kann es hilfreich sein?
- bei hoher Fluktuation;
- bei häufigen Krankmeldungen;
- bei emotionaler Erschöpfung;
- bei zunehmendem Zynismus;
- bei Konflikten;
- bei gestörter Teamkommunikation;
- bei Strukturen mit chronisch hoher klinischer Belastung.
Was umfasst die Arbeit?
- Bewertung der psychosozialen Risiken;
- Arbeit mit Teams;
- individuelle Unterstützung;
- Supervision und Balint-Gruppen;
- Fortbildung für Führungskräfte;
- Empfehlungen für organisatorische Veränderungen;
- Verlaufsbeobachtung der Ergebnisse.
Wie läuft das erste Treffen ab?
Der organisatorische Kontext, die wichtigsten Problemhinweise und der mögliche Umfang des Programms werden geklärt.
Format und Häufigkeit
Format
Organisationsprogramm.
Dauer und Häufigkeit
Mittelfristig oder langfristig, je nach Größe und Bedarf der medizinischen Einrichtung.
Wer führt das Programm durch?
Ein Team von Fachleuten, je nach konkretem Umfang.
Wichtig
Das Programm zur Burnout-Prävention darf die Verantwortung nicht auf die Mitarbeiter verlagern, mit der Botschaft, dass sie einfach „belastbarer“ gegenüber unbegrenzter Belastung werden müssten.
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Fortbildungen zur medizinischen Kommunikation
Was sind sie?
Ein großer Teil der schwierigen Situationen in der Medizin ist nicht nur das Ergebnis unzureichenden medizinischen Wissens, sondern der Komplexität der Kommunikation zwischen Fachmann, Patient und Angehörigen.
Das Mitteilen einer Diagnose, das Besprechen einer Prognose, die Ablehnung einer Behandlung, der Zorn von Angehörigen, die Angst vor einer Prozedur oder ein Gespräch am Lebensende erfordern spezifische kommunikative Fähigkeiten.
Diese können durch Fortbildung entwickelt werden, insbesondere wenn realistische klinische Situationen, Rollenübungen und Interaktionsanalysen genutzt werden.
Die Fortbildungen werden an das medizinische Profil des Teams angepasst und nicht als universeller, vom klinischen Kontext unabhängiger Kurs angeboten.
Durchgeführt von: Dr Margarita Tareyn
Für wen sind sie geeignet?
Für Ärzte, Pflegekräfte und andere Fachleute, die mit Patienten und Angehörigen kommunizieren.
Mögliche Themen
- Mitteilen einer schlechten Nachricht;
- Gespräch über die Prognose;
- Umgang mit Wut und Aggression;
- der „schwierige“ Patient;
- Ablehnung einer Behandlung;
- Kommunikation mit Angehörigen;
- palliative Gespräche;
- Kommunikation am Lebensende;
- professionelle Grenzen;
- Kommunikation bei medizinischer Unsicherheit.
Was umfasst die Arbeit?
Theoretischer Rahmen, Analyse klinischer Situationen, praktische Übungen und Besprechung realer Schwierigkeiten aus der Praxis der Teilnehmer.
Wie läuft das erste Treffen ab?
Bei der Fortbildung eines konkreten Teams werden das klinische Profil und die häufigsten kommunikativen Schwierigkeiten im Voraus geklärt.
Format und Häufigkeit
Format
Seminar, praktischer Workshop oder Fortbildungsreihe.
Dauer und Häufigkeit
Je nach Thema und Zielen.
Wer führt die Fortbildungen durch?
Fachleute mit Kompetenz in Medizinischer Psychologie, Psychoonkologie, Kommunikation und dem jeweiligen klinischen Kontext.
Wichtig
Die Kommunikationsmodelle sind Orientierungshilfen und keine Skripte, die mechanisch befolgt werden müssen. Jede Begegnung mit einem Patienten erfordert klinisches Urteilsvermögen und Anpassung.
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Aufbau eines Modells für das psychosoziale Screening von Patienten
Was ist das?
Nicht alle Patienten benötigen intensive psychologische Hilfe, aber ein Teil von ihnen erlebt erheblichen Disstress, der in der routinemäßigen medizinischen Praxis leicht unbemerkt bleiben kann.
Das psychosoziale Screening ermöglicht es, systematischer Patienten mit erhöhter Angst, depressiven Erlebnissen, sozialen Schwierigkeiten, Pflegeproblemen, familiärer Belastung oder anderen Bedürfnissen zu erkennen.
Ein gut aufgebautes System besteht nicht nur aus dem Verteilen von Fragebögen. Es muss klar sein, wann das Screening durchgeführt wird, wer es administriert, wie die Ergebnisse interpretiert werden und was bei festgestelltem Bedarf folgt.
Ohne einen funktionierenden Algorithmus für die weitere Zuweisung hat die bloße Messung nur begrenzten Wert.
Für wen ist es geeignet?
Für medizinische Einrichtungen, die systematisch psychologische und soziale Bedürfnisse der Patienten identifizieren möchten.
Wann kann es hilfreich sein?
Besonders in der Onkologie, bei chronischen Erkrankungen, in der Palliativversorgung, bei Transplantation, Rehabilitation und anderen Bereichen mit hoher psychosozialer Belastung.
Was umfasst die Arbeit?
- Auswahl geeigneter Screening-Instrumente;
- Festlegung der Zeitpunkte im klinischen Pfad, an denen sie angewendet werden;
- Kriterien für die Weiterleitung;
- Reaktionsalgorithmus bei hohem Risiko;
- Integration mit psychologischer und sozialer Unterstützung;
- Schulung des Personals;
- Verlaufsbeobachtung der Umsetzung.
Wie läuft das erste Treffen ab?
Der aktuelle Patientenfluss, die verfügbaren Fachleute und die Art und Weise, wie psychosoziale Probleme derzeit identifiziert werden, werden analysiert.
Format und Häufigkeit
Format
Beratungsprojekt mit der medizinischen Einrichtung.
Dauer und Häufigkeit
Je nach Komplexität und Umfang.
Wer führt die Arbeit durch?
Fachleute in Klinischer Psychologie, psychosozialer Betreuung und dem jeweiligen medizinischen Bereich.
Wichtig
Das Screening-Instrument stellt keine Diagnose. Es signalisiert einen möglichen Bedarf an weiterführender Diagnostik.
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Beratung beim Aufbau der psychologischen und psychosozialen Versorgung in einer medizinischen Einrichtung
Was ist das?
Der Aufbau einer psychologischen oder psychosozialen Struktur in einem Krankenhaus erfordert mehr als die Einstellung eines Psychologen.
Es muss klar sein, welche Patienten zugewiesen werden können, nach welchen Kriterien, wie der Fachmann mit dem medizinischen Team kommuniziert, wie die Arbeit dokumentiert wird, wie die Vertraulichkeit gewahrt wird und wo die Grenzen zwischen psychologischer, sozialer, psychiatrischer und medizinischer Tätigkeit liegen.
Wichtig sind auch Fragen der Zugänglichkeit – ob der Patient selbst einen Fachmann aufsuchen kann, wie die Zuweisung erfolgt und wie bei akutem psychologischem oder psychiatrischem Risiko reagiert wird.
Das Institut kann die medizinische Einrichtung beim Aufbau eines Gesamtmodells entsprechend ihrem klinischen Profil unterstützen.
Für wen ist es geeignet?
Für Krankenhäuser, Kliniken und medizinische Zentren, die eine neue psychologische und psychosoziale Tätigkeit aufbauen oder eine bestehende umstrukturieren.
Wann kann es hilfreich sein?
- bei der Einrichtung einer neuen psychologischen Praxis oder eines neuen Teams;
- bei der Integration eines klinischen Psychologen;
- beim Aufbau der Klinischen Sozialarbeit;
- bei der Erweiterung der psychoonkologischen Tätigkeit;
- bei der Einführung des psychosozialen Screenings;
- bei Bedarf an klaren Zuweisungsalgorithmen.
Was umfasst die Arbeit?
Bedarfsanalyse, Definition von Funktionen und Rollen, Erstellung von Patientenpfaden, Zuweisungsalgorithmen, Dokumentationsprinzipien und Zusammenarbeit mit dem medizinischen Team.
Wie läuft das erste Treffen ab?
Die vorhandene Struktur, das klinische Profil, der Patientenfluss und die Ziele der medizinischen Einrichtung werden geklärt.
Format und Häufigkeit
Format
Organisatorische und klinische Beratung.
Dauer und Häufigkeit
Je nach Projekt.
Wer führt die Beratung durch?
Fachleute mit Erfahrung in Klinischer Psychologie, Psychoonkologie sowie psychosozialer und organisatorischer Arbeit im Gesundheitswesen.
Wichtig
Das konkrete Modell muss dem geltenden normativen Rahmen und der beruflichen Kompetenz der Fachleute in der jeweiligen medizinischen Einrichtung entsprechen.
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Supervision von Psychologen und Sozialarbeitern in medizinischen Einrichtungen
Was ist das?
Psychologen und Sozialarbeiter im Krankenhaus arbeiten am Schnittpunkt zwischen dem medizinischen System und individuellem menschlichem Leid.
Sie können in schwere Diagnosen, familiäre Konflikte, Verlust, soziale Vulnerabilität, Gewalt, finanzielle Probleme, palliative Situationen und Fälle verwickelt werden, in denen verschiedene Fachleute unterschiedliche Prioritäten haben.
Die Supervision bietet einen Raum für die Betrachtung klinischer Fälle, der beruflichen Rolle, der Grenzen und der Zusammenarbeit mit den übrigen Mitgliedern des medizinischen Teams.
Sie kann besonders wichtig sein, wenn der Fachmann der einzige Psychologe oder Sozialarbeiter in der Struktur ist und keinen unmittelbaren fachlichen Kollegen hat, mit dem er seine Praxis besprechen kann.
Für wen ist sie geeignet?
Für klinische Psychologen, Psychologen, Psychotherapeuten und Sozialarbeiter in medizinischen Einrichtungen.
Wann kann sie hilfreich sein?
- bei komplexen Fällen;
- bei ethischen Dilemmata;
- bei Konflikten zwischen den Bedürfnissen des Patienten und den Anforderungen des Systems;
- bei Schwierigkeiten mit der Vertraulichkeit;
- bei starken emotionalen Reaktionen;
- bei der Arbeit mit dem Lebensende;
- bei beruflicher Isolation;
- zur Weiterentwicklung der klinischen Praxis.
Was umfasst die Arbeit?
Regelmäßige Fallbesprechungen, Analyse der beruflichen Position, der Grenzen sowie der Beziehungen zum Patienten, zu Angehörigen und zum medizinischen Team.
Format und Häufigkeit
Format
Einzel- oder Gruppensupervision.
Dauer und Häufigkeit
Regelmäßig oder fallbezogen.
Wer führt die Supervision durch?
Fachleute mit Qualifikation und Erfahrung in klinischer Supervision und im Krankenhauskontext.
Wichtig
Die Supervision muss die Vertraulichkeit des Patienten wahren und in Übereinstimmung mit den beruflichen und normativen Anforderungen der medizinischen Einrichtung durchgeführt werden.
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Entwicklung von Standards und Algorithmen für die psychologische Versorgung
Was ist das?
Wenn die psychologische Versorgung nur von der individuellen Initiative eines einzelnen Fachmanns abhängt, bleibt der Zugang der Patienten dazu oft ungleichmäßig.
Standards und Algorithmen helfen dabei, klar zu machen, wann ein Patient zugewiesen werden sollte, wie das Risiko bewertet wird, welche Informationen dokumentiert werden, wann ein Psychiater, Sozialarbeiter oder anderer Fachmann hinzugezogen wird und wie der Fall weiterverfolgt wird.
Das Ziel ist nicht, die psychologische Arbeit in eine mechanische Prozedur zu verwandeln. Im Gegenteil – ein guter Algorithmus schafft einen minimalen sicheren Rahmen, innerhalb dessen die individuelle klinische Einschätzung konsequent zur Anwendung kommen kann.
Besonders wichtig sind Algorithmen bei hohem psychologischem Distress, Suizidrisiko, kognitiven Beeinträchtigungen, Gewalt, schwerwiegenden sozialen Problemen und in der Palliativversorgung.
Für wen ist es geeignet?
Für medizinische Einrichtungen, die die psychosozialen Komponenten der klinischen Versorgung strukturieren und standardisieren möchten.
Wann kann es hilfreich sein?
- bei der Einrichtung einer psychologischen Tätigkeit;
- bei unterschiedlichen Praktiken zwischen den Abteilungen;
- bei der Einführung eines Screenings;
- wenn ein Algorithmus für Suizidrisiko benötigt wird;
- bei psychosozialen Problemen der Patienten;
- bei der Integration von Psychologe, Psychiater und Sozialarbeiter;
- bei der Vorbereitung interner Vorschriften und klinischer Verfahren.
Was umfasst die Arbeit?
Es können entwickelt werden:
- Kriterien für die psychologische Zuweisung;
- ein Algorithmus nach positivem psychosozialem Screening;
- ein Algorithmus bei Suizidrisiko;
- Kriterien für eine psychiatrische Konsultation;
- ein Modell für die psychoonkologische Diagnostik;
- ein Algorithmus für die Arbeit mit Angehörigen;
- Verfahren für Krisensituationen;
- Standards für die psychologische Dokumentation;
- Prinzipien für die Zusammenarbeit im multidisziplinären Team;
- Mechanismen zur Nachverfolgung und Qualitätsbewertung.
Wie verläuft das erste Treffen?
Es werden der konkrete klinische Prozess, die aktuellen Praktiken, die beteiligten Fachleute und die Probleme festgelegt, die der Standard lösen soll.
Format und Häufigkeit
Format
Fachliche Beratung und gemeinsame Entwicklung mit Vertretern der medizinischen Einrichtung.
Dauer und Häufigkeit
Je nach Umfang des jeweiligen Dokuments oder Programms.
Wer führt die Arbeit durch?
Fachleute mit Kompetenz in Klinischer Psychologie, psychosozialer Versorgung, medizinischer Praxis und dem jeweiligen thematischen Bereich.
Wichtig
Die entwickelten Algorithmen müssen an die Organisation und den rechtlichen Rahmen der jeweiligen medizinischen Einrichtung angepasst und auf dem entsprechenden internen Weg genehmigt werden.
← Alle Themen im Bereich „Für Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen“
Unser Ansatz gegenüber medizinischen Einrichtungen
Die psychologische Versorgung im Krankenhaus ist dann sinnvoll, wenn sie in den realen klinischen Prozess integriert ist, und nicht isoliert davon existiert.
Das bedeutet, dass der Patient bereits im Verlauf der medizinischen Behandlung als Mensch mit psychologischen und sozialen Bedürfnissen erkannt werden kann; dass der Arzt weiß, wann und an wen er ihn weiterleiten kann; dass Psychologe und Sozialarbeiter eine klare professionelle Rolle haben; und dass die medizinischen Fachkräfte Raum für Unterstützung und professionelle Reflexion haben.
Das Institut bietet nicht ein einziges, im Voraus fertiges Modell für jedes Krankenhaus an. Die Arbeit beginnt mit dem konkreten klinischen Kontext, den Patienten, dem Team und den Ressourcen, und darauf aufbauend wird eine geeignete Struktur entwickelt.
Eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung bestimmt sich nicht nur danach, welche Behandlung durchgeführt wurde, sondern auch danach, auf welche Weise der Mensch dabei unterstützt wurde, sie zu durchlaufen.
Die Sorge um den Patienten und die Sorge um das medizinische Team sind Teile ein und desselben Systems.